ISO 45001 Revision
Was Unternehmen jetzt über die neue ISO 45001 wissen sollten
Die internationale Norm für Arbeitsschutzmanagementsysteme wird derzeit überarbeitet. Auch wenn die Veröffentlichung der neuen ISO 45001 erst für das Jahr 2027 geplant ist, lassen sich bereits jetzt zentrale Themen und mögliche Anpassungen erkennen.
Unternehmen sollten die Entwicklungen daher frühzeitig im Blick behalten, vor allem mit Blick auf neue Anforderungen an Risikobewertung, Mitarbeiterbeteiligung und Maßnahmenwirksamkeit.
Unsere Expertinnen und Experten begleiten die Revision fortlaufend und haben die wichtigsten Informationen zum aktuellen Stand im folgenden Artikel zusammengefasst.
ISO 45001 im Wandel: Arbeitsschutz neu gedacht
Aktuell befindet sich die Überarbeitung der ISO 45001 im internationalen Normungsprozess. Der sogenannte Committee Draft wurde bereits veröffentlicht; als nächster Schritt wird ein „Draft International Standard" (DIS) erwartet, bevor der finale Entwurf verabschiedet wird.
Ausgelöst wurde die Revision durch Entwicklungen, die den Arbeitsschutz vieler Organisationen heute schon prägen: Remote- und Hybridarbeit verändern Arbeitsformen grundlegend, psychische Belastungen gewinnen an Bedeutung, und Arbeitsumgebungen werden zunehmend komplexer. Für Unternehmen bedeutet das, Risiken umfassender zu erfassen und Arbeitsschutzmaßnahmen systematischer zu steuern und zu bewerten.
Ziel der Revision ist es, bestehende Anforderungen an diese Herausforderungen anzupassen. Dabei zeichnen sich bereits mehrere zentrale Trends ab.
Von der Norm zur Praxis: So bereiten sich Unternehmen auf die Revision vor
Für Unternehmen, die bereits über ein Arbeitsschutzmanagementsystem verfügen, bedeutet die Revision voraussichtlich keine vollständige Umstellung. Vielmehr geht es darum, bestehende Prozesse gezielt zu ergänzen oder klarer zu dokumentieren.
Besonders relevant dürfte die Revision dabei in Bereichen sein, die bislang weniger systematisch erfasst wurden, wie psychosoziale Belastungen, klimabezogene Risiken oder neue Formen der Arbeitsorganisation. Hier lohnt es sich, bestehende Gefährdungsbeurteilungen kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie Unternehmen die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen künftig besser nachweisen können, sowohl intern als auch gegenüber externen Prüfinstanzen.
Ausblick: Der Weg zur neuen ISO 45001
Bis zur Veröffentlichung der neuen ISO 45001 durchläuft die Norm noch mehrere internationale Entwurfsphasen. Für Unternehmen ist das eine Gelegenheit, mögliche Auswirkungen frühzeitig zu prüfen und sich gezielt vorzubereiten.
Für einen strukturierten Übergang empfehlen sich die folgenden Schritte:
- Revision verfolgen: Behalten Sie die weitere Entwicklung der Norm kontinuierlich im Blick.
- Managementsystem prüfen: Überprüfen Sie bestehende Prozesse und Risikobewertungen auf Anpassungsbedarf.
- Risikobetrachtung erweitern: Beziehen Sie neue oder veränderte Risikofaktoren frühzeitig in Gefährdungsbeurteilungen ein.
- Wirksamkeit nachweisen: Stellen Sie sicher, dass Arbeitsschutzmaßnahmen nachvollziehbar bewertet und dokumentiert werden können.
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