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ISO 45001:2018 veröffentlicht - Die Änderungen in Kürze und was Sie jetzt tun sollten.

ISO 45001:2018 veröffentlicht - Die Änderungen in Kürze und was Sie jetzt tun sollten.

16 Mär 2018

Die neue Norm bietet hier einen guten Ansatz, den sie führt zum ersten Mal den traditionellen Arbeitsschutz und das betriebliche Gesundheitsmanagement im Unternehmen zusammen. Ein weiter Vorteil ist die HL (High-Level) Grundstruktur, der alle internationalen Managementsystem-Normen folgen.

Dadurch kann die ISO 45001 leichter als die bestehende BS OHSAS 18001 in ein bereits bestehendes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach der neuen Struktur integriert werden. Die aktuellen Herausforderungen für die Unternehmen heißen demografischer Wandel, Digitalisierung und Beschleunigung. Dadurch sind Unternehmen noch stärker als bisher gefordert, für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter zu sorgen.

Konkret bedeutet das:

  • Unfällen vorzubeugen,
  • die mögliche Schwere von Verletzungen herabzusetzen
  • und arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden.

Managementsysteme für Qualität, Umwelt und Arbeitsschutz ermöglichen eine systematische Vorgehensweise und eignen sich für kleine Betriebe ebenso wie für große Firmen. Organisationen aller Art befassen sich damit, eine zuverlässige Leistung in Bezug auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz (A&GS) zu erlangen und nachzuweisen, indem sie die Risiken in diesem Bereich in Übereinstimmung mit ihrer Arbeits- und Gesundheitsschutz Politik und ihren Arbeits- und Gesundheitsschutz Zielen kontrollieren.

Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmend strenger werdenden Vorschriften, der Entwicklung von Wirtschaftskonzepten sowie anderen Maßnahmen, die dazu dienen, gute Arbeits- und Gesundheitsschutz Praktiken zu fördern und außerdem, um der zunehmenden Besorgnis interessierter Parteien in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz Themen gerecht zu werden.

Wesentliche inhaltliche Änderungen kurz zusammengefasst:

  • Der Kontext der Organisation schließt nun sowohl die Beschäftigten als auch die Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette ein, u.a. sollen die eigenen und die Arbeitnehmer von Kontraktoren stärker am Gesundheitsschutzmanagement des Unternehmens einbinden und in Beratungen einbezogen werden.
  • Daneben sollen auch die Bedingungen für Mitarbeiter von Fremdfirmen oder Personal ausgelagerter Prozesse berücksichtigt werden. 
  • Das Top-Management ist stärker gefordert - Die Unternehmensleitung muss Führungsverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz übernehmen und sein Engagement dafür beweisen und weiterentwickeln.
  • Gefahren müssen identifiziert werden - Die Unternehmen müssen mögliche Risiken bewerteten und eine geeignete Maßnahmenhierarchie für das Reduzieren von Risiken im Gesundheits- und Arbeitsschutz muss daraus abgeleitet werden.
  • Chancen zur Verbesserung müssen nun in einem eigenen Prozess identifiziert werden.

Chancen können sich aus Veränderungen in der Organisation ergeben oder indem Arbeits- und Gesundheitsschutzrisiken am Arbeitsplatz analysiert und beseitigt werden oder die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst werden.

Chancen für den Gesundheitsschutz können auch Faktoren sein, dass betriebliche Zusammenhänge verständlich geregelt sind und schließlich wird eine Steuerung von Beschaffung und ausgegliederten Prozessen gefordert wird. Das Modell des Plan-Do-Check-Act (PDCA) bleibt dagegen unverändert gültig.

Was müssen Sie tun?

Nach einer Übergangsfrist von drei Jahre nach Veröffentlichung der ISO 45001 verlieren Zertifikate nach BS OHSAS 18001 ihre Gültigkeit. Je nach Ausgangssituation ergeben sich für ihr Unternehmen folgende Möglichkeiten:

  • Wenn Sie bereits nach BS OHSAS 18001 zertifiziert sind, können sie entweder nach und nach die Lücken/ Differenzen schließen und auf den neuen Standard umstellen oder gleich eine Erstzertifizierung nach der  ISO 45001 anstreben.
  • Für integrierte Managementsysteme gilt:
    Durch die Revisionen der ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 sind Anpassungen an die HL (High-Level) Struktur ohnehin bis spätestens 15. September 2018 erforderlich. Hier können Synergien genutzt werden um so den Aufwand gering zu halten. 

Die Unternehmen, die ein Arbeitsschutzmanagementsystem nach der ISO 45001 neu einführen wollen, profitieren ebenfalls: Sie können gegenüber Interessenten, Kunden und Lieferanten nachweisen, dass sie Risiken und Chancen im Arbeits- und Gesundheitsschutz zuverlässig ermittelt und Maßnahmen wirksam umgesetzt haben. 

Umstellung des bestehenden Systems auf den neuen Standard:

Basierend auf der Vereinbarung mit den nach OHSAS 18001:2007 zertifizierten Organisationen können CB's Migrationsaktivitäten im Rahmen einer Routineüberwachung, eines Rezertifizierungs-audits oder eines Sonderaudits durchführen.